FEZZ Audio Lybra  300B RöhrenverstĂ€rker in der VorfĂŒhrung !


FEZZ Audio Lybra  300B Parallel-Single-Ended RöhrenverstĂ€rker

ï»ż

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist fezz-audio-evolution-lybra-300b-csoves-erosito-gedeonaudio-lifestyle-1024x550.jpg

ï»ż

Die Lybra arbeitet mit der 300B Röhre. Es ist die faszinierenden Legende unter den Trioden fĂŒr Audio VerstĂ€rker und Single Ended Schaltungen. Diese fĂŒr Niederfrequenz und damit Audio Zwecke ausgelegte Röhre ist klanglich nicht zu vergleichen mit Senderöhren wie den 211 oder 845. Diese Röhre bildet sozusagen das Herz der FEZZ Lybra und wird auf moderne Art verbunden mit dem FEZZ eigenen patentierten Torodial AusgangsĂŒbertrager. 
Bei diesem VerstĂ€rker werden pro Kanal jeweils 2 Stk. 300B parallel betrieben – „Parallel Single Ended“. 
Somit erreichen wir 15W/Kanal – in etwa doppelt soviel wie bei der kleinen Schwester Mira Ceti.

Damit zeigt dieser VerstĂ€rker einen Feingeist den nur diese Schaltungsart bieten kann. Faszinierende Mitten mit Textur und Lebendigkeit sowie dieser ganz spezielle klangliche Zauber einer 300 B werden hier lebendig. 

Wenn Sie Lautsprecher haben die einen hohen Wirkungsgrad bieten ist die Mira die Single Ended VerfĂŒhrung zu einem bezahlbaren Preis. 

ï»ż

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist fezz-lybra-300b-1024x768.png


ï»ż

Beschreibung

Single-Ended VollverstÀrker der Extraklasse-!-

  • Auto-Bias
  • inkl. Fernbedienung
  • inkl. Schutzgitter
  • Leistungsröhren: 4x 300B
  • Treiberröhren: 2x6SN7
  • 1 x 12AX7
  • Leistung: 2x15W -!!!-
  • THD: < 0.4%
  • Frequenzgang: 20Hz – 65kHz
  • EingĂ€nge: 3x Line-In
  • Signature AusfĂŒhrung mit Polyprop Kondensatoren
  • AusgĂ€nge Lautsprecher: 4Ohm / 8Ohm
    Stromverbrauch: 115W
  • Abmessungen: 340 x 360 x 215 mm
  • Gewicht: 14kg
  • AutoBias Schaltung zum einfachen Röhrenwechsel
  • Hochwertiges pulverbeschichtetes GehĂ€uses in Hochglanz Version mit verchromten AusgangsĂŒbertragertöpfen
  • Klassische 300 B Trioden Ausgangsstufe
  • FEZZ Audio exklusiver AusgangsĂŒbertrager in einer speziellen Single Ended Variante
  • Besondere Bauteileauswahl mit höchstwertigen Miflex Folienkondensatoren
  • Schwere Lautsprecherklemmen
  • Fernbedienung zur LautstĂ€rkeanpassung

ï»ż

Der neue T+A Caruso

Der neue T+A Caruso kann ab jetzt bei uns im Hifi Studio 10 am Savigny Play in Berlin vorbestellt werden.
Die wohl auffĂ€lligste Neuerung: der 7″ große Touchscreen ĂŒber den sich das GerĂ€t auch komfortabel ohne App auf mobilem EndgerĂ€ten wie Handy/Tablet bedienen lĂ€sst.
NĂ€here Infos zur technischen Seite gibt es auf https://www.ta-hifi.de/audiosysteme/caruso/
Das GerÀt ist ab Ende Januar lieferbar.

12. Lange Nacht der Ohren im Hifi Studio 10 in Berlin am Savignyplatz

Am 09. November 2019 laden wir euch im Zeitraum von 17-24 Uhr zum 12. Mal in Folge herzlich ein um mit uns zur Langen Nacht der Ohren verschiedene Hifianlagen vorzustellen.

Die PrĂ€sentation findet in alter Manier in zwei Hörraumen statt. Die eine VorfĂŒhrung besteht aus der Russell K. Red 120 an einer Elektronik-Kombination aus heed Langangre (VollverstĂ€rker) und heed Thesis Delta (CD-Spieler). Im zweiten Hörraum prĂ€sentieren wir euch eine Kombination aus Wilson Benesch Act One Evolution und Devialet Expert 440. Als Zuspieler dient uns die kleine aber feine Pro-Ject Stream Box S2 Ultra mit einem Akkunetzteil.

Basserweiterung mit Devialet Expert

von Simon Nilson, Berlin 29.05.2019

Diverse Hersteller bieten GerĂ€te zur Erweiterung der unteren Grenzfrequenz von Lautsprechern an. Es muss jedoch nicht immer ein externes GerĂ€t sein. Insbesondere, wenn das GerĂ€t zur Basserweiterung nur fĂŒr bestimmte Lautsprecher eines Herstellers konzipiert wurde ist diese Lösung ohnehin außenvor.

Abhilfe schaffen da einige der moderneren VerstÀrker, die bereits ein recht variables Tone-Management an Board haben. Im folgenden wollen wir dies mit unserem Devialet Expert 140 Pro ausprobieren und euch zeigen, wie die Einstellung ohne zusÀtzliches Equippment wie ein Messmikrophon gelingt.

Warum elektrische Basserweiterung

Es gibt viele GrĂŒnde, die fĂŒr dieses Vorgehen sprechen. Um ein paar zu nennen:

  1. Regallautsprecher sind fast immer 2-Wegelautsprecher. Um bei Bassreflex-GehĂ€usen die mittelfrequenten Schallanteile, die aus dem Bassreflexrohr kommen vom Hörer fernzuhalten, findet sich das Bassreflexrohr fast immer auf der RĂŒckseite des Lautsprechers. Eine wandnahe Aufstellung, wie Sie fĂŒr einen Regallautsprecher ĂŒblich ist, wird dann jedoch mit dröhnendem Bass gedankt. Lösung: wir verschließen dass Bassreflexrohr und entzerren den Bass aktiv mit der Basserweiterung.
  2. Die vormals basskrĂ€ftigen Standlautsprecher schwĂ€cheln nach dem Umzug in ein deutlich grĂ¶ĂŸeres Zimmer im Bass. Damit die ansonsten liebgewonnenen Lautsprecher nicht „grĂ¶ĂŸeren“ neuen Lautsprechern weichen mĂŒssen oder eine fragwĂŒrdige Subwoofer-Lösung entsteht kann mit einer elektrischen Basserweiterung nachgeholfen werden.
  3. Der mechanisch erreichte Tiefgang eines Lautsprechers wird maßgeblich von dessen GehĂ€usegrĂ¶ĂŸe bestimmt, sofern man nicht einen unterirrdisch schlechten Wirkungsgrad in Kauf nehmen möchte. Wenn jedoch aus optischen GrĂŒnden in einer familiĂ€ren Wohnsituation nicht alle Familienmitglieder mit „MĂ€nnerlautsprechern“ zufrieden sind, kann die Basserweiterung helfen, aus einem vermeintlich zu kleinen Lautsprecher dennoch den Tiefgang zu kitzeln, der den eigenen Ohren gefĂ€llt.

Bassrelfexkanal verschließen

Damit die elektrische Basserweiterung gelingt, mĂŒssen wir das Bassreflexrohr verschließen.

Vergleich zwischen einem geschlossenen GehĂ€use (blau) und einem GehĂ€use mit Bassreflex (grĂŒn) Simulationssoftware: WinISD

Schauen wir uns zunĂ€chst an, warum wir das Bassreflexrohr verschließen mĂŒssen.Mit dem kostenlosen Tool WinISD stellen wir dazu im Vergleich den Frequenzgang von der Variante „Bassreflex“ (grĂŒn) und der Variante „Geschlossenes GehĂ€use“ (blau) gegenĂŒber. Das simulierte Chassis ist ein Morel H6.1, wie es in jeder handelsĂŒblichen Regalbox verbaut sein könnte. In beiden FĂ€llen betrĂ€gt das GehĂ€usevolumen 11L. (X-Achse: Frequenz in Hz; Y-Achse: Amplitude in dB)

Wie wir sehen erreichen wir durch die Bassreflexabstimmung (grĂŒn) etwa bis zu 5dB mehr Pegel im oberen Bassbereich. Interessanterweise strahlt das geschlossene GehĂ€use (blau) jedoch unterhalb von knapp 36Hz wieder mehr Schalldruck ab, als die Variante „Bassreflex“ – und das mit fallender Frequenz immer deutlicher. Das liegt daran, dass in diesem Freuqnzbereich die Schallabstrahlung zwischen der Vorderseite der Membran und dem Schallanteil aus dem Bassreflexrohr nicht mehr phasengleich erfolgt. Beide Schallanteile löschen sich gegenseitig aus. Gleichzeitig steigt jedoch auch die Auslenkung der Membran stark an, da der Lautsprecher in diesem Freuquenzbereich durch das Bassrelfexrohr „denkt“, er hĂ€tte kein GehĂ€use mehr.

Das ein exorbitanter Membranhub und kaum nennenswerte Schallabstrahlung keine gute Kombination sind und den schnellen Lautsprechertod bedeuten, wird sich jeder selbst denken können. Insbesondere dann, wenn wir jetzt versuchen wollten, den Freuqnzgang kĂŒnstlich elektrisch zu erweitern. Daher verschließen wir das Bassrelfexrohr.

Messung am Beispiel

Wir sagten zwar, dass wir zeigen wollen wie ihr das ohne Messequipment einstellen könnt, jedoch ist Messequipment fĂŒr uns Ă€ußerst nĂŒtzlich die grundlegenden Verhaltensmuster zu erkennen, nach denen Ihr das System dann einstellen könnt. Zudem lassen sich so auch mehr Bilder zur Auflockerung des Textes in diesen Bericht stecken und Ihr könnte das gesagte besser nachvollziehen 😉

Im Test haben wir dazu unsere Martin Logan Motion 35XT mit dem Devialet Expert 140 Pro verheiratet.  Im Gegensatz zu seinen grĂ¶ĂŸeren BrĂŒdern/Schwestern ist die Martin Logan Motion 35XT nun nicht gerade dafĂŒr bekannt ein Basswunder zu sein. Soll sie ja auch nicht, denn wandnahe Aufstellung in Regalen erweitert den Bass in der Regel deutlich. Daher war es fĂŒr uns der ideale Kandidat fĂŒr den Test mit der elektrischen Basserweiterung.

Testumgebung

Wie sieht unsere Testumgebung aus?! Um euch das zu zeigen, nutzen wir das kostenlose Programm Room EQ Wizard (REW). Dieses bringt fĂŒr den Bassbereich einen Raumsimulator mit, in dem man verschiedene Aufstellungen der Lautsprecher und der Sitzpositionen simulieren kann, ohne dafĂŒr jedes Mal in echt alles aufwendig verschieben zu mĂŒssen.

Es gilt zu beachten, dass diese Art der Simulation nur fĂŒr im großen und ganzen quaderförmige RĂ€ume funktioniert. Unser großer Hörraum sieht wie folgt aus:

Skizze unseres großen Hörraums

Ob die Abweichungen in der GrundflĂ€che vom idealen Rechteck einen Effekt haben und wie dieser aussieht werden wir in den spĂ€teren Messungen noch sehen.  GefĂŒttert haben wir das Simulationstool auf jeden Fall mit den Maßen, welche durch die grĂŒnen Pfeile dargestellt sind.

Unser Raum hat dabei die Maße 4,25m x 6,65m x 2,78m. Die Absorbtionsgrade sollten so belassen werden, wenn man sich unsicher ist. Da unsere RĂŒckwand zu grĂ¶ĂŸeren Teilen aus dĂŒnnem alten Fensterglas besteht und die vom Fensters aus rechts liegende Wand lediglich eine dĂŒnne Gipswand ist, haben wir fĂŒr diese beiden Parameter den Wert auf 0,2 angehoben. Wichtig ist das jedoch kaum, da hiermit zum Großteil nur die StĂ€rke der Raummoden beeinflusst wird. Da die TĂŒr und die Fenster zum Hören geschlossen sind bekommt das KĂ€stchen „Room is sealed“ noch HĂ€ckchen.

REW – Raum Simulator: Grunddaten des Raums

Unten links können wir nun die Lautsprecher und die Hörposition durch Drag’n’Drop in allen 3 Raumdimensionen so positionieren, dass sie der Wirklichkeit entsprechen. Die Aufstellung von Couch und Lautsprechern haben wir so gewĂ€hlt, wie sie wohl in vielen deutschen Haushalten vorkommen dĂŒrfte – nĂ€mlich beides wandnah.

REW – Raum Simulator: Aufstellung von Hörplatz und Lautsprecher

Im rechten unteren Bereich können wir in den Reitern verschiedene Angaben tĂ€tigen. Unter anderem auch das Bassverhalten unserer Lautsprecher. Dabei stehen Sub1/Sub2 jeweils fĂŒr den rechten und linken Lautsprecher. Wir machen dann Angaben zur unteren Grenzfreuquenz sowie zum GehĂ€useprinzip. Wir ĂŒbernehmen die Herstellerangabe von 50Hz sowie „Ported“ fĂŒr Bassreflex.

REW – Raum Simulator: Einstellung der Lautsprecher

Nachdem wir unseren Raum, die Aufstellsituation und die BassfĂ€higkeiten unserer Lautsprecher eingestellt haben, zeigt uns das Programm den fĂŒr den Bassbereich zu erwartenden Frequenzgang mit all seinen Raummoden (als senkrechte bunte Linien dargestellt).

REW – Raum Simulator: der zu erwartende Raum-Frequenzgang

Wenn wir uns eine gedachte Linie fĂŒr den durchschnittlichen Pegel im Frequenzgang einzeichen, können wir im Bass ablesen, dass die Lautsprecher linear ungefĂ€hr bis etwas ĂŒber 50Hz spielen, bevor der Bass abfĂ€llt. Bei 41Hz haben wir unsere letzte relevante Raummode, die zwar den Bassbereich in der Amplitude erweitert, jedoch auch ein extrem langes nachschwingen mitbringt – man kennt es auch als Dröhnen.

REW – Raum Simulator: der zu erwartende Raum-Frequenzgang mit gemitteltem Frequenzverlauf

Ziel ist es jetz, die Wiedergabe bis unter die letzte Raummode zu erweitern.

Schauen wir uns also an, wie sich die RealitĂ€t verhĂ€llt. DafĂŒr messen wir zu erst die Ausgangssituation mit unseren Martin Logan 35XT.

Raummessung von Martin Logan Motion 35XT

FĂŒr diese erste Messung war das Bassreflexrohr der Lautsprecher offen. Im großen und ganzen deckt sich der Frequenzgang mit dem, was uns REW prognostiziert hatte. Die unterste Raummode sitzt auf Grund der großflĂ€chigen Fenstereinbuchtungen einige Hz tiefer als erwartet (Abweichung des Raums vom idealen Quader). Die Senke um 50Hz exisitiert in der Messung genauso wie in der Simulation.

In einer zweiten Messung verschließen wir jetzt das Bassreflexrohr der Lautsprecher mit Stopfen.

Raummessung von Martin Logan Motion 35XT; blau: Bassreflexrohr offen; orange: Bassreflexrohr verschlossen

In Orange dargestellt sehen wir im Vergleich die Messung der nun geschlossenen Lautsprecher. in der Tat können wir genau das beoachten, was uns WinISD zu Beginn gezeigt hatte. im oberen Bassbereich nimmt der Pegel durch die fehlende UnterstĂŒtzung des Bassreflexrohrs ab. Gleichzeitig gewinnt der Bereich unterhalb von 45Hz an Pegel, da sich nun die Schallanteile aus Bassreflexrohr und Chassis nicht mehr gegenseitig auslöschen können.

Insgesamt klingt es jetzt trotz wandnaher Aufstellung verstĂ€ndlicherweise sehr dĂŒnn. Daher wollen wir jetzt unseren Devialet Expert 140 Pro bemĂŒhen, um den Bass entsprechend anzuheben.

In unserem Fall handelt es sich nur um Regallautsprecher. Da der Devialet den Bass auch bis in den Infraschallbereich anheben wird, schĂŒtzen wir unsere Lautsprecher als erstes durch die Aktivierung des Subsonic.

Devialet Expert EinstellmenĂŒ: Subsonic

Wer diesen Bericht mit bass-potenteren Lautsprechern umsetzt, kann diesen Schritt auch weglassen.

Im zweiten Schritt passen wir die Frequenz an, ab der der Devialet den Bass anheben soll. Wir halten uns hierfĂŒr wieder an die Herstellerangabe von Martin Logan fĂŒr die untere Grenzfrequenz: 50Hz.

Devialet Expert EinstellmenĂŒ: Bass Control

Diese Einstellung findet man ebenfalls unter „General settings“, indem man dann im Reiter „Balance & Tone Control“ auswĂ€hlt. Im Anschluss wird das Setup wieder wie gewohnt auf der SD-Karte gespeichert.

Im Auslieferungszustand eines Devialets ist der untere rechte Knopf der Fernbedienung fĂŒr das Aufrufen der Ton-Kontrolle konfiguriert. Bei einmaligem DrĂŒcken auf diese Taste landen Sie in der Einstellung fĂŒr die Balance. Nochmaliges DrĂŒcken lĂ€sst sie in die Einstellung fĂŒr den Bass springen. Hier können Sie jetzt durch Drehen des manuellen Reglers auf der Fernbedienung die Anhebung (oder auch Absenkung) des Basses in 0,5dB-Schritten einstellen.Ist das eingestellt können Sie das MenĂŒ durch einen kurzen Druck auf die oberste Taste der Fernbedienung wieder verlassen.

FĂŒr den Start stellen wir hier +6dB ein (je nachdem in welcher Quelle man liest ist dies die untere Grenze fĂŒr das, was der Mensch als doppelte LautsĂ€rke wahrnimmt) und schauen uns das Ergebnis messtechnisch an.

Raummessung von Martin Logan Motion 35XT; blau: Bassreflexrohr offen; orange: Bassreflexrohr verschlossen; grĂŒn: geschlossen +6dB

Im Diagramm sind wieder die ursprĂŒnglichen Messungen von der Martin Logan Motion 35XT dargestellt (blau mit offenem Bassreflexrohr/ orange mit verschlossenem Bassreflexrohr.). Die neue grĂŒne Kurve zeigt den Verlauf mit durch den Devialet angehobenem Bass. AuffĂ€llig ist, dass von den eingestellten +6dB nur etwa +3dB bei den Lautsprechern ankommen. Aus der Messung geht auch hervor, dass im Vergleich zur Variante mit offenen Bassreflexrohren der Pegel unterhalb von 60Hz angehoben wird. Als in etwa die Frequenz, ab der laut REW der Frequenzgang fallend ist.

Um die Analyse der Messung etwas einfacher zu gestalten, schauen wir uns das Messergebnis nochmal mit stark geglÀttetem Verlauf an.

Raummessung von Martin Logan Motion 35XT; blau: Bassreflexrohr offen; orange: Bassreflexrohr verschlossen; grĂŒn: geschlossen +6dB; smoothing 1/1

Was direkt auffĂ€llt: Oberhalb von 80/90HZ folgt der Frequenzgang sehr schön dem Frequenzgang mit offenem Bassreflexrohr. Darunter gibt es es im Vergleich noch eine moderate Bassanhebung von 1dB. Im Gegensatz zur Variante mit offenem Bassreflexrohr wird der Pegel im Bass jedoch bis unter 40Hz konstant gehalten – so wie wir uns das vorgestellt hatten.

Und wie klingts?

Das mehr an Tiefgang ist deutlich hörbar. Besonders Musik, die von tieffrequenten Inhalten lebt macht auf den Lautsprechern auf diese Weise wesentlich mehr Spaß. Straw Hats von Bodi Bill oder Go von Oliver Schories ließen nun nicht mehr den Wunsch nach einem Subwoofer aufkommen.

Spaßeshalber haben wir beim Devialet im Anschluss noch +10dB fĂŒr den Bass eingestellt (je nachdem in welcher Quelle man liest ist dies die obere Grenze fĂŒr das, was der Mensch als doppelte LautsĂ€rke wahrnimmt).

Raummessung von Martin Logan Motion 35XT; blau: Bassreflexrohr offen; orange: Bassreflexrohr verschlossen; grĂŒn: geschlossen +6dB; rot: geschlossen +10dB; smoothing 1/1

Die rote Kurve zeigt hier die Version mit +10dB fĂŒr den Bass. Auch hier scheint der Devialet die +10dB wieder nur mit knapp der HĂ€lfte auf die Lautsprecher zu geben. Aber auch wenn es jetzt nur 2dB mehr sind, klang uns die Musik zu wuchtig. Wie unschwer erkennbar ist, wird bei dieser Einstellung auch der Oberbass ein gutes StĂŒck ĂŒber den normalen Frequenzgang angehoben, sodass wir nun nicht mehr nur den Tiefgang beeinflussen, sondern auch den Klangcharakter des Lautsprechers selbst.

Dennoch kann diese Einstellung bei einigen Lautsprechern sinnvoll sein. Besonders sehr kleine Lautsprecher sind hÀufig zu tief abgestimmt. So bekommt man zwar aus kleinem GehÀusevolumen noch akzeptablen Tiefgang. Jedoch handelt man sich dabei oft eine Senke im Oberbassbereich ein.

Fazit

Ziel dieses Artikels war es, euch Vorgaben fĂŒr die Einstellungen an Devialet Expert-GerĂ€ten zu liefern, sodass jeder das Bass-Management fĂŒr seine Lautsprecher nutzen kann, ohne auf Messequipment zugreifen zu mĂŒssen.

  1. Bassreflexrohr verschließen
  2. Subsonic aktivieren (optional)
  3. Bass-Filterfrequenz auf die Frequenz einstellen, die der seriöse Lautsprecherhersteller als untere Grenzfrequenz angibt.
  4. Basspegel auf +6dB einstellen.
  5. Mit Musik testen.

Es gilt zu beachten, dass dies lediglich Richtwerte fĂŒr einen ersten Test sind. Lautsprecher verhalten sich bei verschließen des Bassreflexrohrs mitunter recht unterschiedlich, was das Verhalten im Frequenzgang angeht. Auch die Angabe der Lautsprecherhersteller hinsichtlich der unteren Grenzfrequenz kann sehr unterscheidlich sein. Bei Canton können bspw. ALLE??? Lautsprecher angeblich bis 20Hz spielen. Einige geben als untere Grenzfrequenz f8 (also Abweichung von -8dB vom linearen Verlauf) an, andere nur f3, wieder andere f10.

Es sollte also sowohl im Pegel um ein paar dB nach oben und unten getestet werden als auch die Frequenz um bis zu +-10Hz verÀndert werden.

Man sollte beachten, dass der VerstĂ€rker im Anschluss deutlich mehr Leistung liefern muss. Wie gut, dass selbst der kleinste Devialet Expert 140 Pro genug Leistung fĂŒr solche Spielerein mitbringt. Wer dann noch gerne sehr laut hört findet im Devialet Expert 220 Pro seinen passenden Partner.

Das Hifi Studio 10 wĂŒnscht all den glĂŒcklichen Devialet Expert Besitzern und denen die es werden wollen viel Spaß beim ausprobieren.

Wir sind nicht perfekt. Wer also inhaltliche Fehler findet oder Verbesserungen vorschlagen möchte, kann uns dies gern ĂŒber unser Kontaktformular, ĂŒber Facebook oder per Telefon kommunizieren.

Dipl-Ing Simon Nilson

Weltpremiere im Hifi Studio 10: Wilson Benesch Precision 3.0

Das Team vom Hifi Studio 10 ist stolz, Ihnen zur diesjĂ€hrigen Langen Nacht der Ohren die neue Wilson Benesch Precision 3.0 an einer außergewöhnlichen Kette von CH Precision (Elektronik) und Master Build (Verkabelung) zu prĂ€sentieren.

Wilson Benesch Precision 3.0

Lassen Sie sich dieses StĂŒck PrĂ€zision von Vertretern des Herstellers und Vertriebs bei uns zur Langen Nacht der Ohren vorfĂŒhren und nutzen die einmalige Chance bei einem Glas Cola mit den Entwicklern ĂŒber die Details zu debattieren.

Lange Nacht der Ohren im Hifi Studio 10 am 03.11.2018

Zur diesjĂ€hrigen Langen Nacht der Ohren dĂŒrfen wir Sie wieder herzlich bei uns im GeschĂ€ft willkommen heißen.

Dieses Jahr prÀsentieren wir ihnen in beiden HörrÀumen eine Kombination aus CH Precision (Elektronik) und Wilson Benesch (Lautsprecher).

Im grĂ¶ĂŸeren Hörraum liegt der Fokus dabei auf klassischer CD-Wiedergabe, wĂ€hrend im kleinen Hörraum gestreamt wird.